Das Team im Vordergrund, der Vater im Hintergrund (der Planet)

Es gibt vielleicht so etwas wie eine Anti-Ödipus-Figur beim Film. Es sind die Helden, die lange nach den eigenen Wurzeln und der eigenen Herkunft suchen. Wenn sie schließlich wissen, wer der eigene Vater ist, entscheiden sie sich ihren biologischen Vater umzubringen. Nicht aus einer Fehlentscheidung heraus, sondern gerade eben deshalb, weil sie es mit ihrem eigenen Vater zu tun haben.

Aktuelles Beispiel: Peter Quill muss seinen Vater umbringen, der die eigene Mutter getötet hat und droht, die besten Freunde auszulöschen. Dass Papa ein ganzer Planet ist, fügt sich gut in die GUARDIANS…-Reihe, die Pathos groß aufbaut, um es im nächsten Schritt zu belächeln.

Aber ich denke auch an Bruce Banner, der zum grünen Monster wird in HULK von Ang Lee (2003). Die Story des (Comic-)Superhelden ähnelt stark der des GUARDIANS-Films: Der männliche Protagonist Anfang/Mitte dreißig sucht nach seinem biologischen Vater. Als er endlich Nick Nolte gestellt hat, muss er ihn im letzten Showdown vernichten.

Bei beiden Filmen haben die Väter die biologische Mutter des Superhelden getötet. Bei beiden Filmen versuchen die Väter das von ihren Kindern zurück zu erlangen, was sie ihnen gegeben haben: Die Gabe des Lebens, ihre DNA. Aber diesen Grenzübertritt verzeiht ihnen das Kino nicht: Die Väter werden ausgelöscht.

 

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Mooncake und Gary klatschen sich ab

Auf Netflix gibt es eine wunderbare kurze Mini-Serie zu entdecken: FINAL SPACE. Die Serie vermischt genau die richtigen Szenen und Momente aus Star Wars, Star Trek, Alien, Matrix und anderen kanonischen SciFi-Filmen. Die Serie bietet viel Action, viel Rumgeballere und viel Blut.

Aber sie schafft es auch komisch zu sein. Komik ohne Zynismus. Das liegt daran, dass die Serie um die Entwicklung der Figuren, um ihre Beziehung geschrieben ist. Der beschriebenen Welt fehlt es an Regeln: Es scheint alles möglich und als Zuschauer wurde ich immer wieder überrascht, dass Regeln nur nachlässig etabliert werden. Ich denke hier z. B. an Mooncake, den grünen, sympathischen Weltenvernichter. Es ist nie ganz klar, wann und warum er seine Kräfte einsetzt: Eigentlich, wenn er so stark ist, könnte er ganze Armeen auslöschen, er tut es aber nicht. Denn die gefährlichen Szenen, in die die Freunde geworfen werden, wären dann nur halb so schlimm…

Aber an solchen Fragen soll man sich nicht aufhalten. Die Serie ähnelt THE SIMPSONS in der Hinsicht, dass der Protagonist ein weißer, etwas dümmlicher, leicht zu beeindruckender Mann ist, der seine Herzensdame über alles liebt und ihr immer treu bleibt. Natürlich ist er sensibel und kindlich einfach im Befolgen von Prinzipien, die das Leben ihm vorschreibt – ihm soll schließlich unsere Sympathie zufliegen. Sein Trauma, der Verlust des Vaters, als er ein Kind war, schreibt der Serie den Humor vor: Pubertierenden Humor, jedoch ohne abfällig zu wirken. Und das sehe ich als große Leistung an.

Die Folgen sind simpel zu folgen, haben eine einmalige Kombination von Humor und Brutalität, die es so nur im Cartoon-Stil geben kann. Das Ende enttäuscht etwas, aber so tut es auch der ganze Plot. Der Humor jedoch rettet die Serie.

Auf alle Fälle eine Seh-Empfehlung.

Mittlerweile der Filmklassiker schlechthin unter den Blockbustern. Ich habe den Film bestimmt mehr als zwanzig Mal gesehen. Diesmal, bei der letzten Sichtung, ist mir die geniale Einsatz der Parallelmontage aufgefallen.

Zu Beginn starten mehrere Erzählstränge, die sich zum Showdown im ersten Akt verdichten: Die Rettung von Sarah Connor aus der Psychiatrie. Bemerkenswert ist, wie James Cameron und sein Team es schaffen, eine Einheitlichkeit zu generieren. Wir wissen stets, dass die unterschiedlichen Handlungsstränge zusammen laufen, ja, sogar zusammen gehören.

Woher?

Zum einen, natürlich, weil wir schlaue Zuschauer sind und in der Regel mit Vorwissen in jeden Film reingehen: Plakate, Gespräche mit Freunden, aber auch Trailer stecken unsere Erwartungen an den Film ab.

Ein anderer Grund, warum TERMINATOR 2 uns trotz absolut unterschiedlicher Orte eine einheitliche Welt suggeriert, beinhaltet das schlaue Set-Design, die Kameraführung und die Ausleuchtung — kurz das World Building: Das kalte Farbspektrum, aber auch die Motive, in denen die Szenen stattfinden, spielen stets auf die Welt der Maschinen und des Stahls an.

Aber ein ganz wesentlicher Punkt ist die Parallelmontage der Szenen.

Hier fällt auf, dass die Szenen durch einzelne Details miteinander verknüpft werden. Zum Beispiel: Das Monitorbild bei Sarah Connors Vernehmung geht dem Monitorbild im Labor voraus, Türschlösser werden zeitgleich von Sarah und vom T1000 aufgeschlossen usw. Das sind die formalen Elemente, die eher der Mise en Scène zuzurechnen sind, aber auch im Drehbuch Platz haben.

Doch trägt die Parallelmontage auch das Erzählprinzip, die Art der Erzählung: Die Suche nach dem Jungen beginnen und beenden die Terminatoren fast zeitgleich. Das Erscheinen der Terminatoren in der Gegenwart ähnelt sich, und weicht doch stark ab: die Differenz im Umgang mit denselben Fragen (Wie besorge ich mir Kleidung und eine Waffe?) zeigt uns, wer der Gute und wer der Schlechte ist.

Und zuletzt, durch das Aneinanderschneiden von antagonistischen Kräften, schafft die Parallelmontage die nötige Spannung für den Blockbuster. Zwei Terminatoren, ein Junge, die eine Maschine will ihn töten, der andere beschützen. Diese Konstellation hätte ganz anders erzählt werden können, aber TERMINATOR 2 entscheidet sich für die schlichte, harte Erzählweise: Die Handlungsstränge werden gegeneinander geschnitten. Die Mise en Scène lässt Milde walten und versucht, die Übergänge abzuschwächen und den Schnitt, die Leerstelle zwischen den Szenen, zu überdecken.

Die Erzählung ist knallhart wie eine Maschine.

Genau wie die Figuren.

Es macht wirklich großen Spaß, Luke Evans als Gaston zu erleben. Trotzdem bleibt doch ein merkwürdig schales Gefühl, wenn man BEAUTY AND THE BEAST schaut. Vermutlich geht es Zuschauern so, die Disneys Zeichentrickfilm von 1991 verehren. Und ich zähle den Zeichentrickfilm noch immer zu meinen Lieblingsfilmen.

Weiterlesen „Die Schöne und das Biest (2017 Film)“

Quentin Tarantinos Meisterwerk steht auf den ersten Blick im Zeichen seines Oeuvres: Der weiße Mann hat die Erlaubnis so cool zu sein wie der schwarze und Kinogeschichte (und Geschichten des Kinos) neu zu fabulieren.

Doch INGLORIOUS BASTERDS bietet mehr. Der Film stellt eine Behauptung auf und verteidigt sie mit allen Konsequenzen bis zum Ende: Wenn du ein Nazi bist, dann darf ich dich umbringen. Wenn du Menschen umbringst, weil dir ihre Herkunft nicht passt, dann gibt mir das das Recht, dich auszulöschen. Das ist die Ethik des Films. Brad Pitt bringt uns diesen Gedanken in mehr als nur einer Szene mit Nachdruck nah.

Und dann werden Szenen gezeigt, die es nie offen aussprechen, aber doch stets sagen: Aber Nazis sind doch auch Menschen – wie kannst du als Mensch so grausam sein? Ich denke hier z. B. an die King Kong Szene in der Bar, alle Szenen mit Daniel Brühl usw. Die Dichotomie des lebenswerten Lebens (gutes Leben, böses Leben) denken und als Prinzip befolgen – darf man das überhaupt?

Der Film serviert uns zum Glück nie die kanonisch gewordenen Szenen des Kriegsfilm-Genres: Der Feind wird dämonisiert, die Guten, unsere Soldaten, finden aber in einer Szene heraus, dass die Gegenseite auch menschliche Züge hat — natürlich nur so viel, dass man sie trotzdem guten Gewissens über den Haufen schießen kann.

Tarantino ist schlauer. Er denkt den Gedanken, Nazis müssen über den Haufen geschossen werden, ausschließlich im Medium, in dem er die Geschichte erzählt. Die Frage richtet sich ausschließlich ans Kino und an Film im Allgemeinen. Deshalb nimmt das Fabulieren überhand, der Film entfernt sich vom behaupteten So-ähnlich-ist-es-gewesen des Mainstream-Kinos (man siehe alle Historien-Filme) und umarmt den radikalsten Gedanken: So war es nicht, aber es hätte so sein sollen.

Das Kino bringt einen Imperativ in unsere Welt. In seinen Bildern und Tönen lässt sich die Welt neu denken.

Auf den Golden Globes 2019 äußert sich Alfonso Cuarón zu ROMA, Netflix und Kino.

Und er hat einfach recht.

Seit ROMA, das Prestige-Projekt von Netflix, im September gezeigt wurde, starb die Diskussion einfach nicht ab: Gräbt NETFLIX dem Kino sein Grab, wenn der Techgigant anfängt, bessere („kinematographischere“) Filme zu machen als die traditionellen Hersteller von Filmen? Brauchen wir überhaupt noch die große Leinwand, das Gemeinschaftserlebnis, wenn wir von der Couch auch live twittern und twitchen können?

Die Antwort ist ganz simpel: Ohne Netflix würde es einen Film wie ROMA nicht geben, weil die Studios diese Art von Projekt niemals finanzieren würden. Das ist die eine Seite. Andererseits ist ROMA so kinematographisch, solch ein großes „gefühlhaltiges“ Epos, das die gewohnte Heim-Leinwand nicht ausreicht, um die Gefühle zu bändigen. Einzig die große Leinwand wird dem Film gerecht.

Anders als befürchtet wird Netflix nicht auf die Aufführung von Filmen in Kinos verzichten. Nach ROMA hat Netflix seine Blockade-Haltung gegenüber Kinobetreibern aufgegeben und offensiv die Verwertungsstrategie verändert: Kinovorführungen stehen nun auch im Zeichen des roten Letterings auf weißem Grund.

Zum Glück ist das nicht schlimm, ganz im Gegenteil, und gar nicht bedrohlich. Und darauf weist uns Alfonso Cuaròn hin.

Eine andere Frage, die ich sehr spannend finde, ist, wieso sich Netflix mit seinen Programminhalten immer stärker dem linearen Fernsehen annähert?

Die Namensgeber der Serie in Gesellschaft von Filmemachern und Schauspielern

Ich habe nur bis zum Ende der zweiten Folge ausgehalten.

Dabei wollte ich die Serie DOGS OF BERLIN wirklich mögen: Berlin ist meine Lieblingsstadt, das Crime-Genre liebe ich, die Figuren sind allesamt wirklich originell und überraschen, der Dialog hat Tempo, die Bildkomposition ist (für eine deutsche Crime-Serie) anspruchsvoll. Die Macher wollen Verbrechen in Berlin im XXL-Format erzählen. Und sie haben die Kohle dazu. Wunderbar, gerne!

Aber es macht alles keinen Sinn. Der Plot nicht, die Entscheidungen nicht, das Drama nicht. Am Ende der ersten Folge wird das Prinzip der Erzählung klar: Es gilt, Berlin und alles, was in Deutschland und in der internationalen Öffentlichkeit Schlagzeilen gesammelt hat, in eine serielle, fiktionale Crime-Serie zu packen.

Okay.

Das Ergebnis strapaziert das ästhetische Empfinden, also das, was man sich auf der heimeligen Couch zumuten will. Es ist schön, wenn Filmemacher ein Wagnis eingehen. Mal funktioniert’s, mal nicht — hier scheint es nicht aufzugehen.

Das kann passieren. Ein Reinfall ist noch kein Nachruf auf die Schaffenskraft der Filmemacher.

Ende der ersten Folge geschieht aber etwas, das mich wütend gemacht hat. Ich war zornig, wie die verantwortlichen Mainstream-Drehbuchautoren so lapidar mit dem Vertrauensvorschuss umgehen können, den wir ihnen als ZuschauerInnen schenken.

+++ Spoiler +++

Der korrupte Bulle sucht nämlich die Nationalmannschaft auf, sein Ziel: Er will sie dazu bringen, schlecht zu spielen. Und er schafft es. Wie? – Indem er ihnen plump sagt, dass ihr Freund und Kollege gestorben ist. Wir sehen trauernde junge Männer, sie weinen, sind aus der Fassung. Nächste Szene: Der korrupte Bulle entfernt sich von der Mannschaft. Er lächelt, er hat es geschafft, die Spieler werden schlecht spielen.

Diese Szene ist blanker Hohn, sie ist menschenverachtend, sie gehört in keine Erzählung, die sich offen an ein breites Publikum richtet. Es geht hier darum, den Tod einer Person auszunutzen (okay, das passiert in vielen Filmen), doch hier wird die Trauer und das Mitgefühl missbraucht, um die eigenen niederen Ziele zu verfolgen. Hier wird absichtlich die Menschlichkeit des anderen ausgenutzt. Das ist Stoff für 90-Minuten-Drama, der Höhepunkt eines Films, und darf nicht als bloßes Hindernis, als Zwischenschritt in der Handlung, für einen Plot missbraucht werden.

Diese Entscheidung ist nicht dadurch zu rechtfertigen, dass es sich um einen bad boy handelt, der sein Ziel verfolgt. Oder dass es ein Crime-Thriller ist, wo sich die moralischen Werte der Figuren radikal von unseren gesellschaftlichen Werten unterscheiden.

Das ist einfach nur schlechtes Erzählen. Schade!

Ganz neu auf Netflix: Ein guter deutscher Film, der lose eine (Western-)Parabel mit einem Beziehungsdrama verknüpft. FREMDER FEIND — das ist in diesem Film keine Tautologie.

Die Hauptfigur bewegt sich durch zwei Zeitebenen: Einmal das österreichische Gebirge im Winter, ein menschenfeindliches Land. Und einmal sein behagliches Haus im Frühling, das er zusammen mit seiner Frau bewohnt.

Das häusliche Drama spielt sich langsam ab — es hilft, dass Alltagshandlungen beobachtet und Abweichungen kenntlich gemacht werden, um die psychologische Entwicklung der Figur aufzuzeigen.

Die Welt der Winterlandschaft ist eine Parabel auf Krieg und Kampf. Ein Pazifist muss Krieg spielen, um seine eigene Würde zu wahren. Um nachzuvollziehen, was seinen Sohn in den Krieg getrieben hat, um die Erfahrung zu rekonstruieren. Kurz: Es ist ein existentielles Anliegen, sehr konstruiert zwar, von der Erzählung forciert, aber als Zuschauer ging ich das mit.

Die Parallelmontage von aufregender Fabel und die Psychologie auslotendem Familiendrama klingt natürlich sehr schön. Als ich den Film zu Ende geschaut hatte, zweifelte ich jedoch daran, ob der Film diesen ungewöhnlichen Mix wirklich auf eine befriedigende und für die Hauptfigur faire Art zu Ende denkt.

Es gibt zwei Momente, die einen Verrat an den Figuren andeuten.

+++ Spoiler +++

Einmal der Freitod seiner Frau: Das Klischee aus Filmen mit wenig dramaturgischer Entwicklung, in der eine der Hauptfigur näherstehende Figur (in der Regel ist es die Ehefrau oder die Tochter) notgedrungen im dritten Akt in den Selbstmord getrieben wird, um überhaupt noch so etwas wie eine Katharsis zu erzwingen. Hier passiert auch genau das.

Und einmal ist es das Ende der Parabel: Der Mann jagt seinen Feind und schießt ihn an. Diese Handlung triggert bei ihm — Überraschung, es ist ein Charaktermoment — Mitleid. Das ist ein sehr fernsehtaugliches Ende, wo man niemanden zu nahe tritt. Aber eindeutig eine Entscheidung, die die Figur der Parabel niemals selbst treffen würde. Eine übergestülpte Entscheidung, viel zu hektisch und unvorbereitet erzählt.

Durch dieses Ende wird leider die ganze Substanz der Parabel verraten.

Schade! Aber sonst: FREMDER FEIND ist ein guter deutscher Fernsehfilm.

Über „…und täglich grüßt das Murmeltier“ ist noch nicht alles gesagt. Auch wenn die Literatur dazu mittlerweile ganze Bücherschränke füllen mag. Jenseits der Filmmusik, die etwas in die Jahre gekommen ist, verteidigt der Film mit Bravour seinen Ruf als Klassiker.

Schauen wir uns kurz wesentliche Parameter an, die der Hauptfigur Phil Tiefe und Komplexität verleihen und die Erzählung strukturieren. Es fällt auf, wie meisterhaft die Wendepunkte um Phils Charakter aufgebaut sind und dadurch der Komödie die viel benötigte Tiefe schenken.

# die Frau: Phil sucht nach einer Frau, die Romanze ist der Motor, der die Verwandlung Phils vom Zyniker zum amerikanisch-idealistischen Good-Neighbor antreibt und greifbar macht. Sie ist das Medium, die Phils Charakter Form verleiht. Phil drängt es, eine Beziehung (egal welcher Art) zu Frauen einzugehen. So ist es nur nachvollziehbar und plausibel für die Figur, dass sie, als sie einmal begriffen hat, dass sie tun und lassen kann, was sie will, zuerst Sex sucht. Alles, was Phil tut, steht im Zeichen davon, eine Frau beeindrucken, aufreißen usw. zu können. Deshalb ist der Midpoint auch so schön gewählt: Phil erkennt, dass er, egal was er tut, um Rita zu beeindrucken, scheitert. Und Rita ist die Frau, die ihm am meisten gefällt. Die Folgen im zweiten Teil von Akt zwei sind entsprechend: Apathie, Niedergeschlagenheit und (- es ist immerhin ein Film -) Selbstmord.

# der erste Plot Point findet statt, als Phil plötzlich realisiert, dass er alles tun und lassen kann, was er mag. Ungewöhnlich gut ist die Verbindung der neuen Idee, die ihm dämmert, mit der Autoverfolgungsjagd. Hier kommen zwei Momente zusammen: Die Autojagd an sich, die für Freiheit und Ausbruch und Verachtung der gesellschaftlichen Zwänge und Autoritäten steht. Und eben Phil, wie er, quasi nach jedem knapp verhinderten Unfall, versteht, dass ihm alle Schranken offen stehen. Die Szene wird zum Sinnbild für seine inneren Prozesse — eine Metapher.

# der zweite Wendepunkt findet statt, als Phil dämmert, dass er sich ändern möchte — ohne damit unmittelbar kurzfristige Ziele zu verfolgen. Und der dritte Akt löst endlich die Prämisse ein: Wie ein Zyniker ein Mensch der Gesellschaft wird.

Und dank Bill Murrays Darstellung der Figur Phil wirkt es keinen Deut kitschig oder forciert.

Und wenn gute Schreibe, tolle Darsteller und eine gelungene Regieführung zusammentreffen, dann wird daraus der Stoff, aus dem Legenden sind.

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