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Über Mörder und Nazis – Friday-Links

Wie wird man zu einem Nazi-Troll?

The Atlantic hat darauf einen faszinierende Antwort in Form eines Artikels: Der Werdegang von Andrew Anglin, einem der einflussreichsten Autoren-Trolls der Alt-Right-Bewegung, ist minutiös und akribisch recherchiert. Der Artikel faszinierte mich: Anglin war Veganer und Hippi in der Highschool, dann jahrelang in den Philippinen, wo er ein Eingeborenen-Stamm gesucht, gefunden und sich beiihnen als Messias in spe empfunden – aber natürlich wollten die Eingeborenen nichts von ihm und seinen Lehren wissen. Später dann einflussreicher Texter bei einer Website, diewährend der Trump-Wahl einen Boost durch russische Bots und Fake-Profile bekommen hat. Schließlich Anglins Wahn, seine Misogynie…. Wie viele, scheint auch Anglin Schritt für Schritt in die Rolle des Nazis hineingewachsen zu sein.

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Steven Soderberghs MOSAIC

Eine neue App und gleichzeitig eine neue Serie – HBO macht es möglich. Steven Soderbergh und sein Team haben eine Mystery-Serie-Film-App entwickelt. Klingt merkwürdig, ist aber spannend.

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Was ich mir von der ARD wünsche

Die Diskussion gibt es schon lange, sie wird heute nur noch verschärft geführt: Das Programmangebot der öffentlich-rechtlichen Sender ähnelt immer mehr dem der privaten Sender, es gibt ein Overkill an Krimis, bei finanziell solider Auslastung gibt es nur den Einheitsbrei und keine Geduld für Quotenversager, Qualität findet man woanders und an diesem Ort die Jugend bestimmt auch gleich mit usw. Okay, klar.

Was mich aber interessiert ist: Wieso reduziert die ARD (stellvertretend für die Öffis) ihren Auftrag („einen Beitrag zur individuellen und öffentlichen Meinungsbildung zu leisten und so zu einem funktionierenden demokratischen Gemeinwesen beizutragen“) auf aktuelle, journalistische Themen und Inhalte statt sich mit der Medienkompetenz des Publikums auseinander zu setzen?

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Harvey Weinstein – zwei Filme, eine Notiz

Wann werden Filme zu Zeitzeugen? – Wie sie es werden, ist klar: überraschend. Der Zeitpunkt aber, in dem sie uns mit einem Kommentar zu einem Thema überraschen, liegt nicht in ihrer Macht.

Der pure Zufall will es, dass Dominik Grafs Tatort DER ROTE SCHATTEN (z. Zt. in der ARD Mediathek) und Noah Baumbachs Meisterwerk THE MEYEROWITZ STORIES (auf Netflix) ein Kommentar zu dem Skandal Harvey Weinstein liefern. Ein Kommentar, geschachtelt in zwei Perspektiven.

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JULIAN TREASURE

Nicht zuletzt um gehört zu werden, sollten wir gut zuhören können. Das ist einer der Hauptaussagen von Julian Treasure – und er löst damit ein Versprechen ein, was der Nachname verspricht. Auf seiner Website gibt es schöne Denkanstöße und Ratschläge für erfolgreiche Kommunikation. Ähnlich wie beim Schreiben ist es auch bei der verbalen Kommunikation. Für erfolgreiche Kommunikation müssen wir aufmerksam nicht nur gegenüber den anderen, sondern auch gegenüber uns selbst sein: Nur wer sich bewusst ist, in welchem emotionalen Zustand er oder sie gerade schwebt, kann das Gespräch effizient und für beide Seite zufriedenstellend gestalten.

MASSENMIGRATION

Was passiert mit drei Tonnen Fleisch, das langsam verrottet? Dieser Frage sind Forscher nachgegangen, sie haben Fleischkadaver im Wald „liegen gelassen“ und waren überrascht von den Konsequenzen. Das Video zeigt es ganz eindringlich: Es gibt eine Massenströmung von Larven, einen Larven-Fluss, der sich über die Kadaver und über den Waldboden ergießt. Selbst in Horrorfilmen habe ich so etwas noch nicht gesehen. Eklig, aber auch faszinierend. Die Larven wären ein schönes Detail für Zombie-Filme, in denen massenhaft Leichen verrotten.

WOLFSRUDEL

Jüngeren wird oft viel Nachsicht zuteil. So galt z. B. im antiken Rom nachts zeitweise fast der Ausnahmezustand, wenn die älteren Teenager durch die Straßen zogen und die Gemäuer mit Farbe beschmierten, kleine Statuen beschädigten usw. Die Ordnungshüter belangten sie nicht, die Bürger suchten lieber das Weite. Im Türkischen heißen Jugendliche delikanli – jemand, mit verrücktem Blut in den Adern. Ein treffendes Bild zumeist. Anders, schlimmer, sieht es mit den Hundekriegern aus? – Es scheint, es gab fast 2.000 Jahre vor Beginn der Zeitrechnung ein Ritual, während dessen Teenager Hunde schlachten und aßen, um als Hundekrieger wiedergeboren zu werden. Beängstigend, auch da die Archäologen vermuten, dass die Jungen dafür nicht irgendeinen Hund sondern ihre treusten, langjährigsten Weggefährten schlachten mussten.

TV TIME APP

Letterboxd ist für die meisten Millennial-Filmfans ein Begriff. Neu ist nun TV TIME, eine Community, die auf TV-Serien spezialisiert ist. Schnell und einfach kann man sich dort über aktuelle Folgen austauschen und Reaktionen posten. Macht Spaß, ist auch hilfreich, um seine eigene Serien-Watchlist anzulegen.

 

 

 

 

 

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FRÖSCHE, DIE DINOS FUTTERN

Ich sehe hier einen tollen Creature-Horror-Movie: Frösche im Amazonas, die arrogante Forscher einen nach dem anderen auffuttern.

SENSES OF CINEMA über CHRISTIAN PETZOLD

Die Online-Zeitschrift diskutiert Filme des Mannes, der mit seinem Namen für die Berliner Schule steht. Auch schön und eine Entdeckung wert: Der Fotograf, der Christian Petzold inspirierte: Tobias Zielony. Eine Entdeckung für mich: Fotografien, die wie Schnappschüsse aus dem Alltag von Teenagern wirken, aber ganze Gefühlswelten uns zu Füßen legen.

ANCHOR.FM APP

Eine App fürs Podcasting, Radio-Streamen, Soundbits teilen. Einfach im Handling, schnell verfügbar und macht einfach Spaß. Ich hoffe, dass die Community schnell größer wird und es regen Austausch gibt. Ich bin dort auch zu finden, noch ist es etwas still um mich herum, aber das können wir schnell ändern.