THE BATMAN

Als großer Fan von Batman waren meine Erwartungen an Robert Pattinsons Interpretation der legendären Figur mit Umhang in Matt Reeves Film hoch. THE BATMAN schafft es in der Tat, eine Neo-Noir-Geschichte zu erzählen, komplett mit einem Helden, dessen Körper brutal geschunden wird, einem Voice-Over-Monolog, der das Treiben in der Großstadt kommentiert, und Femmes Fatales, deren Motive selten durchsichtig sind.

Die Blaupause von THE BATMAN ist eindeutig David Finchers SEVEN. Sei es die dichte Atmosphäre einer grauen, trostlosen Großstadt, in der Menschlichkeit aufkeimen soll, bis hin zu den Motiven und den grausamen Taten des Riddlers und bis hin zu seiner Verhaftung. Kinogänger dürften das eine oder andere Déjà Vu erleben.

Die unheilschwangere Atmosphäre und die in ihrer Schmutzigkeit sauber komponierten Bilder kombiniert mit dem musikalischen Batman-Motiv schaffen eine wunderbar düstere Großstadt, die eines Batman würdig ist.

Die Aussage des Films, die Batman am Ende in einem Voice-Over zusammenfasst, allerdings, fällt leider inhaltlich kurz. Es sind Banalitäten, die, einmal ausgesprochen, unwillkürlich die Macht der zweieinhalbstündigen Filmerfahrung schmälern. Eine bemerkenswerte audiovisuelle Erfahrung, die trotz interessanter Ideen leider wenig substanziell Neues zu bieten hat.

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