PREY

Da ich ein großer Fan von John Mctiernans PREDATOR bin, hatten die Trailer und das Info-Material zu PREY, dem neuen Film der Franchise, mit mir äußerst leichtes Spiel. Ich musste den Film einfach gucken. Und er löste genau das Versprechen ein, dass die Trailer formulieren. Ein tolles Monster-B-Movie!

Natürlich reicht die Arbeit mit den Schauspielern nicht an das Niveau der Darsteller bei Mel Gibsons APOCALYPTO oder Terrence Malicks THE NEW WORLD heran. Dort wurde die Körperlichkeit der indigenen Völker durch wochenlange Vorbereitung der Darsteller und Komparsen so lebendig wie nur für kommerzielle Filme möglich. Trotzdem reichte die Schauspielerei aus, um mich an die fiktionale Welt der Comanche glauben zu lassen. Und darauf kommt es doch an.

Die Kräfte und Fähigkeiten der Kämpfer, das Waffenarsenal des großen, glitschigen Aliens wurden konsequent von Anfang bis Ende aufgebaut, so dass die finale Konfrontation zwischen der Heldin und dem außerirdischen Jäger glaubwürdig war. Sie hat die Fähigkeiten entwickelt, das Monster zu bekämpfen, und am Ende kauft man es ihr durchweg ab, dass sie so gekonnt kämpfen kann.

Ich kenne mich mit den ganzen Predator-Franchise-Filmen und Crosses nicht aus. Angenehm aufgefallen aber ist, dass PREY versucht, die „Zutaten“ des ersten, besten Predator-Films wieder zu beleben. PREDATOR gilt als ein Parade-Beispiel für die legendären White-Male-Paranoia-Filme der 80er Jahre (DIE HARD usw.). Bei PREY wird diese Angst durchaus greifbar, als die Angst der weißen Männer vor dem Außen, vor dem Fremden. Und natürlich werden alle Männer gezielt abgeschlachtet, um der Heldin den Sieg zu ermöglichen. Eine Art von Sühne für den Moralkodex der Action-Filme der 80er Jahre.

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