KING OF STONKS

Im Gegensatz zu den Beteuerungen etlicher Lobrednerinnen lässt mich KING OF STONKS leider vollkommen kalt. Wie so oft in solchen Fällen wird versucht, über wenig dramatische Progression mit schnellen Schnitten und Cutaways, optischem Blendwerk, hinweg zu täuschen. Das sieht schön und schick aus, und ja, solche Bilder und Figuren finden sich in dem vorwiegend öffentlich-rechtlichen Fernsehen sonst nicht.

Aber reicht das, um mich in die Geschichte rein zu ziehen, mich mit den Figuren mitleiden und mit-freuen zu lassen? – Immerhin DIE Voraussetzung, damit eine Geschichte gelingt. Die Antwort: Leider nein.

Dabei ist das Hauptproblem, dass die Serie sich von ihrem Vorbild in der Wirklichkeit losgelöst hat. Würde Wirecard explizit eine Rolle spielen, würde klar aufgezeigt werden, das hat alles wirklich so stattgefunden und man hat es ein bisschen ausgeschmückt, dann würde ich das liebend gerne gucken wollen.

Aber stattdessen findet eine gefühllose, kalte Erzählung statt, die gar nicht erlebt oder gesehen werden möchte, die sich selbst genug ist. Aber dann muss ich auch nicht einschalten.

Und brauchen wir im Jahr 2022 wirklich noch Frauenfiguren, die versuchen, sich mit ihren körperlichen Reizen in der Berufswelt durchzusetzen? – Ein hässlicher Anachronismus, ein Mahnmal alter Erzählweisen.

(Bild via Stern.de)

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