Wenn es einen Sturm braucht – 40 GUNS

Samuel Fullers Meisterwerk 40 GUNS hat gewiss viel Zeitkolorit angesetzt. Trotzdem lässt sich immer noch im Film eine gelungene Kreuzung von Autorenkino und Genre-Werk erkennen.

Es stellt sich die Frage, wie es der Held schafft, dass sich die Anführerin der titelgebenden 40 GUNS in ihn unsterblich verliebt. Dass ER sich in sie verliebt, stellt der Film wenig in Frage. Da reichen Blicke. Aber wie kann überhaupt eine Frau, die hoch zu Pferd sitzt, am Kopfende einer üppig gedeckten Tafel über eine Schar von Männern gebietet… wie kriegt man diese Frau dazu, sich nach all den Jahren der Entbehrung, der Selbstdisziplin und Züchtigung sich einem Mann romantisch zu öffnen?

Die Antwort ist: Sie muss vom Pferd fallen. Es braucht einen Sturm, buchstäblich: einen Tornado, um sie von ihrem Tier zu fegen. Der Held ist zur Stelle, hilft ihr hoch und sucht zusammen mit ihr vor der Wucht der Natur Schutz. Was danach passiert, gehorcht filmischen Gesetzmäßigkeiten: Mann und Frau teilen sich einen Raum und reden über ihre Vergangenheit und stellen viele Gemeinsamkeiten fest-. Sehnsucht liegt in den Blicken und wird schließlich in Berührungen und Umarmungen konkret.

Herrlich!

Bild stammt aus dem Film, von der Criterion Seite zur DVD.

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