DENZEL STELLT GLEICH

THE EQUALIZER als einen gewöhnlichen Action-Film eines alternden Charakter-Darstellers abzutun, trifft die Sache nur halb.

Der Film gewinnt seine Spannung durch die Gegenüberstellung des Helden gegen den maßlos-kontrollierten bösen Russen. Dabei geht es nicht nur um die thematisch antithetisch gehaltenen Charaktere – Denzel fördert das Miteinander, wohingegen der Russe auf Individualismus und eine Form von Leibeigenschaft pocht.

Beide Figuren werden durch die Räume, in denen sie sich bewegen, gegeneinander ausgespielt. Denzel bevorzugt die engen, verwinkelten Räume. Er fährt Bus, besucht regelmäßig ein Straßencafé, das Edward Hopper neidisch machen könnte, bewohnt ein karges Apartment, arbeitet in einem Baumarkt. Der Böse hingegen streunert durch die Straßen, mag den Himmel über dem Kopf und schaut aus Wolkenkratzern auf die Stadt hinab.

Der Kampf Gut gegen Böse wird in THE EQUALIZER in der Gegenüberstellung von Räumen durchdekliniert. Der Gute kann nur gewinnen, wenn der Böse in sein Territorium eindringt.

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