EL CAMINO

Jesse Pinkman und seine Gang (Filmstill, Netflix)

EL CAMINO, der neue Film zum Serien-Klassiker BREAKING BAD scheint für Netflix gut gelaufen zu sein. Der Film bietet keine allzu dramatische Entwicklung, hält die Spannungskurve flach und die Nostalgie hoch.

Der Film hat sich in der Struktur der Serialität, der Fortsetzbarkeit, verschrieben. Jesse flieht vor der Polizei und bekommt – damit die Flucht auch eine zweistündige Screen-Time motivieren kann – ein Ziel: nämlich Alaska, einen Neuanfang in der kalten Wildnis.

Jesse klappert also Stationen ab, versucht Leute zu überzeugen, verhandelt, droht, scheitert, gewinnt. Der besondere Clou sind die alten Vertrauten, die legendären Charaktere der Serie, denen Jesse vor allem in seiner Erinnerung begegnet. Die Probleme von damals, Auswüchse der Gefangenschaft, verwandeln sich zu Flucht-Lösungen.

Die Flashbacks tragen also den Mantel der Funktionalität – sie tragen zum Gelingen der Flucht bei. Zum Glück stellen sie sich nicht der Geradlinigkeit der Handlung in den Weg. Nicht Jesse, sondern seine Erinnerungen sind das USP des Films: Ein Dienst an den Fans, die mit BREAKING BAD nicht abgeschlossen haben und denen BETTER CALL SAUL nicht nostalgisch genug ist. Nicht umsonst trägt der Film im Titel den Zusatz: A BREAKING BAD MOVIE.

Ein langsamer, unaufgeregter Film, auch wenn zwei Stunden lang nur über Flucht und Neubeginn verhandelt werden.

#breakingbad #elcamino #netflix #jessepinkmann #drehbuch

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