GUARDIANS OF THE GALAXY 2 – über Vaterfreuden

Das Team im Vordergrund, der Vater im Hintergrund (der Planet)

Es gibt vielleicht so etwas wie eine Anti-Ödipus-Figur beim Film. Es sind die Helden, die lange nach den eigenen Wurzeln und der eigenen Herkunft suchen. Wenn sie schließlich wissen, wer der eigene Vater ist, entscheiden sie sich ihren biologischen Vater umzubringen. Nicht aus einer Fehlentscheidung heraus, sondern gerade eben deshalb, weil sie es mit ihrem eigenen Vater zu tun haben.

Aktuelles Beispiel: Peter Quill muss seinen Vater umbringen, der die eigene Mutter getötet hat und droht, die besten Freunde auszulöschen. Dass Papa ein ganzer Planet ist, fügt sich gut in die GUARDIANS…-Reihe, die Pathos groß aufbaut, um es im nächsten Schritt zu belächeln.

Aber ich denke auch an Bruce Banner, der zum grünen Monster wird in HULK von Ang Lee (2003). Die Story des (Comic-)Superhelden ähnelt stark der des GUARDIANS-Films: Der männliche Protagonist Anfang/Mitte dreißig sucht nach seinem biologischen Vater. Als er endlich Nick Nolte gestellt hat, muss er ihn im letzten Showdown vernichten.

Bei beiden Filmen haben die Väter die biologische Mutter des Superhelden getötet. Bei beiden Filmen versuchen die Väter das von ihren Kindern zurück zu erlangen, was sie ihnen gegeben haben: Die Gabe des Lebens, ihre DNA. Aber diesen Grenzübertritt verzeiht ihnen das Kino nicht: Die Väter werden ausgelöscht.

 

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