HULK – über Monstren

Wenn es darum geht, die Angst vor dem Monster zu zeigen, müssen in den Szenen, die der Ankunft des Monsters vorausgehen, entweder die Konsequenzen der Gewalttätigkeit des Monsters oder aber direkt das Monster in seiner Brutalität gezeigt werden. Sonst bleiben die Szenen ohne Substanz, leere Zeichen, die auf nichts verweisen.

In THE INCREDIBLE HULK (die Hulk-Verfilmung mit Edward Norton) schauen wir Bruce Banner zu, wie er lernt, seine Aggressivität zu beherrschen. Der Puls pocht, seine Augen verengen sich, der Atem geht schneller usw., während ihn sein Kampftrainer ohrfeigt. Als Zuschauer fühlen wir uns aber allein gelassen, die Brisanz der Bedrohung – Bruce Banner wird zu einem grünen Monster, das alles und jeden niederschlägt – existiert nur in unseren Gedanken, die wir „zum Film mitbringen“. Ohne Wissen um Hulk und Bruce Banner und ihre Beziehung bleibt die Gefahr nicht greifbar, nicht nachvollziehbar und lässt uns damit kalt.

Wie macht man es richtig? In STAR WARS VI – THE RETURN OF THE JEDI, in Jabba The Hutts Palast wird dem Monster unter dem Tanzsaal, bevor Luke dagegen antritt, eine Tänzerin geopfert. Die Szene unterstreicht Jabbas Bösheit, klar, aber führt zugleich die Bestie ein: Die Bestie, ohne in Erscheinung zu treten, zerfleischt die Tänzerin. Damit wird die Angst um Luke konkret und greifbar und damit: wirklich.

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